Vorhofflimmern

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Bei Vorhofflimmern (unregelmässiger Herzschlag bei nicht-rhythmischen Bewegungen des Herzvorhoffes) ist das Risiko einen Schlaganfall zu erleiden erhöht.

Deshalb wird versucht das Herz wieder in seinen normalen Rhythmus (Sinusrhythmus) zurückzuführen.

Ist dies nicht möglich, wird eine Behandlung mit Medikamenten wie z.B. Marcumar durchgeführt. Dabei wird die Gerinnungsfähigkeit des Blutes herabgesetzt, was die Rate der Schlaganfälle beim Vorhofflimmern deutlich vermindern kann.
Ein Nachteil dieser Behandlung ist, dass diese Medikamente verschiedene Wechselwirkungen haben , das Blutungsrisiko erhöhen und die Gerinnung immer wieder durch Bluttests kontrolliert werden muss.

Die Neuen Oralen Anti Koagulantien (Pradaxa, Xarelto, Eliquis…) sind neuere Medikamente zur Antikoagulation, die in Studien dem Marcumar mindestens ebenbürtig sind. Bei einer Behandlung mit NOAKs sind ständige Laborkontrollen nicht mehr notwendig.

 

Vorhofflimmern belassen?

Nach neueren Unersuchungen muss nicht bei jedem Patienten mit einem neu aufgetretenem Vorhofflimmern die Überführung in den Sinusrhythmus angestrebt werden.
Bei 80% dieser Patienten haben keine häufigeren kardialen Dekompensationen und keine häufigeren Schlaganfälle. Wichtig: sie müssen antikoaguliert werden (s.o.).

Patienten, die bereits ein Rezidiv des Vorhofflimmerns erlitten haben müssen auch wenn sie im Sinusrhythmus sind dauernd antikoaguliert werden, da ein Wechsel ins Vorhofflimmern oft unbemerkt verläuft und so diese Patienten gefährdet.
Nach dem Arzneimittelbrief 9/2003

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